Über den Reifenrechner
Wofür das Projekt entstanden ist
Wer größere Felgen, eine günstigere Reifengröße oder gebrauchte Räder kaufen will, steht vor denselben Fragen: Passt die Größe, was zeigt danach der Tacho, schleift das Rad, und muss das eingetragen werden? Die Antworten liegen verstreut in Händlertabellen, Felgengutachten, Normen und Gesetzen von drei Ländern. Der Reifenrechner bringt sie an einer Stelle zusammen.
Der Rechner vergleicht zwei Größen in Sekunden und zeigt die Unterschiede, die für Zulassung und Fahrverhalten zählen. Er läuft vollständig im Browser; eingegebene Größen verlassen Ihr Gerät nicht. Die Seite verkauft keine Reifen und Felgen und empfiehlt keine Marken.
Was der Rechner berechnet und was er nicht wissen kann
Berechnet aus den Nennmaßen
- Flankenhöhe, Durchmesser und Abrollumfang
- Abweichung in Prozent und Bewertung nach dem Richtwert
- Tachoanzeige bei 50, 100 und 130 km/h
- Änderung der Bodenfreiheit und Umdrehungen pro Kilometer
- Lage von Außen- und Innenkante bei anderer Felgenbreite, ET und Distanzscheibe
- Alternativgrößen für andere Felgendurchmesser
Nicht bekannt
- die freigegebenen Größen Ihres Fahrzeugs laut COC
- die tatsächliche Voreilung Ihres Tachos
- der Platz in Ihrem Radkasten und am Bremssattel
- die echten Maße des Reifenmodells, die je Hersteller um bis zu 1 % abweichen
- Auflagen aus dem Felgengutachten
Deshalb gibt der Rechner Richtwerte, keine Freigaben. Ob eine Kombination zulässig ist, entscheiden die Fahrzeugpapiere und das Gutachten der Felge; der Weg dorthin steht unter Andere Reifengröße eintragen.
Quellen für Formeln und Richtwerte
Die Maße einer Reifengröße folgen aus drei Formeln: Flankenhöhe = Breite × Querschnitt ÷ 100, Durchmesser = Felge × 25,4 + 2 × Flankenhöhe, Abrollumfang = Durchmesser × π. Alle weiteren Werte stützen sich auf die folgenden Normen und Vorschriften in der jeweils geltenden Fassung.
| Quelle | Verwendet für |
|---|---|
| ETRTO Standards Manual | Felgenbreiten je Reifenbreite, Last- und Geschwindigkeitsindex, Bezugsdruck, XL |
| UN-Regelung ECE-R 30 | Kennzeichnung und Prüfung von Pkw-Reifen |
| UN-Regelung ECE-R 39 | zulässige Abweichung der Tachoanzeige |
| UN-Regelung ECE-R 54 | C-Reifen für Nutzfahrzeuge |
| UN-Regelung ECE-R 124 | Ersatzräder für Pkw |
| StVZO §§ 19, 21, 36 und StVO § 2 Abs. 3a | Betriebserlaubnis, Abnahme, Bereifung und Winterreifen in Deutschland |
| Kraftfahrgesetz §§ 33, 57a, 102 | Änderungen, wiederkehrende Begutachtung und Winterausrüstung in Österreich |
| SVG, VTS, asa-Richtlinien | Betriebssicherheit, Rad- und Reifenprüfung in der Schweiz |
Der Richtwert von −2,5 % bis +1,5 % für den Abrollumfang ist eine Praxisgrenze aus Felgengutachten und der Arbeit der Prüforganisationen. Nach oben ist er enger, weil ein größerer Umfang die Tachoreserve aufbraucht; nach unten begrenzt ihn vor allem die Bodenfreiheit.
Aktualisierung der Vorschriften in DE, AT, CH
Reifenregeln ändern sich selten, aber mit spürbarer Wirkung: Seit dem 1. Oktober 2024 zählen in Deutschland reine M+S-Reifen nicht mehr als Winterreifen, und mit der Kategorie HL kamen neue Lastindizes für schwere Elektroautos. Die Inhalte werden überprüft, wenn sich eine der folgenden Grundlagen ändert:
- StVZO, StVO, Bußgeldkatalog, Kraftfahrgesetz oder Schweizer Verkehrsrecht zu Bereifung und Abnahme
- UN-Regelungen ECE-R 30, 39, 54, 117 und 124
- das ETRTO Standards Manual, das jährlich neu erscheint
- Gebühren von Prüfstellen, Landesprüfstellen und Strassenverkehrsämtern
Stand der Angaben: Oktober 2026. Gebühren stehen als Spannen, weil sie je nach Prüfstelle, Bundesland und Kanton abweichen. Hinweise auf veraltete Angaben nimmt die Kontaktseite entgegen.